FREIE PLÄTZE: Im Moment haben wir keine freien Betreuungsplätze
Das Kindernest in Ludwigsburg-Oßweil

Pädagogisches Konzept

Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe – indischer Spruch


Wir möchten gerne:

1Dem Kind in Augenhöhe begegnen

2. Das Kind mit seiner Persönlichkeit ernst nehmen, ihm Liebe, Zuwendung

    und Respekt entgegenbringen.

3. Das Kind wahrnehmen, um Einblick in sein Spielverhalten und Spielbedürfnis zu 

    bekommen. Hierzu gehört es, eine Umgebung zu schaffen, in der es Möglichkeiten

    für das Kind gibt sich sein zu dürfen und sich zu entfalten.

4. Im Kind die Bereitschaft zu wecken, Verantwortung zu übernehmen, durch den 

    bewussten Umgang mit Spielzeug, im Einhalten von Regeln und im Zusammensein         mit anderen Kindern.

5. Dem Kind Freiräume geben.

6. Es ist uns wichtig die Rechte der Kinder anzuerkennen, sie zu respektieren und               danach zu handeln


Was sind unsere Schwerpunkte:


Eine herzliche und familiäre Atmosphäre

Bei uns sind alle Kinder willkommen, egal welcher Nationalität oder Religion sie angehören. Eine gutes Miteinander und eine herzliche Atmosphäre sind für uns sehr wichtig. In unserem Kindernest sollen die Kinder sich wohl fühlen und glücklich sein.

Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten

Die Kinder erhalten bei uns viel Zeit, den Raum und die Möglichkeit ihrem kindlichen Bewegungsdrang nachzugehen. Durch Bewegung lernen sie, ihre Umwelt zu begreifen und erfassen. Daher legen wir auch großen Wert darauf, bei jedem Wetter rauszugehen.


Motorik und Sinneswahrnehmung

Durch die vorhandenen Spielmaterialien sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, eine bewusstere Wahrnehmung zu erhalten. Kinder verfügen über ein unversiegbares Maß an Neugierde. Wir möchten diese nutzen um die Kinder für all die schönen Dinge, die es zu entdecken gibt, zu sensibilisieren. Durch den respektvollen, achtsamen und Umgang mit dem Kind gewinnt dieses an Sicherheit und Vertrauen in sich und seine Umgebung. Die Kinder erleben die Kommunikation alltäglich und können so ihre eigene Sprache entwickeln. Die Freude am Sprechen, Zuhören und reden lassen sollen geübt werden mit Reimen, Kreisspielen, Tänzchen, Tischgesprächen und vielem mehr.

Wer uns inspiriert:
- Emmi Pikler - Aktive und ungestörte Bewegungsentwicklung.

    Bei der Pflege nach Emmi Pikler spricht uns vor allem die beziehungsvolle Pflege der Kinder beim Wickeln an. Die Kinder sollen Geborgenheit erfahren, in einer sicheren und stabilen Beziehung zu ihren Bezugspersonen. Dadurch kann großes Vertrauen entstehen.

    Drei Aspekte sind dabei wichtig:

    1. Pflege, die als behutsame körperliche Versorgung und als Kommunikation mit dem Kind geschieht und immer darauf achtet, dass das Kind nach eignem Wunsch beteiligt wird

    2. Die Bewegungsentwicklung die das Kind aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus macht, ohne die lenkenden Eingriffe der Erwachsenen

    3. Das Spiel das frei und ungestört in einer geschützten, altersgemäß eingerichteten Umgebung stattfindet. Unsere Spielräume sind nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder eingerichtet.

    Wir wollen eine Balance schaffen zwischen Ruhe und Bewegung.

    Um dem Bewegungsdrang der Kinder zu fördern wird es z.B. eine Bogenleiter und Würfel aus Holz geben. Mit diesem Material können die Kinder sowohl krabbeln, sich daran hochzuziehen und mit einem Tuch kann es auch zur Höhle werden, in der man es sich mit einem Kissen gemütlich machen kann. Dort wird es auch Spielmaterial zum Bauen und Konstruieren geben wie z.B. Naturbausteine, Stapel,- Bau- und Steckspiele.


- Montessori - Jedem Kind soll die Möglichkeit gegeben werden, sich nach

seinem eigenen Rhythmus zu entwickeln

    Bei der Montessori Pädagogik gefällt uns ganz besonders der hohe Aufforderungscharakter des Materials. Das Material regt die Phantasie der Kinder an, das Sinnesmaterial bietet konkrete Möglichkeiten Wahrnehmung zu erfahren. Dazu wollen wir den Kindern unterschiedliches Material zur Verfügung stellen wie z.B. Bürsten, Pinsel, Fühlsäckchen, Bälle mit verschiedenen Oberflächen, Spiegel. Tabletts mit unterschiedlichen Angeboten werden dort auch ihren Platz haben, die je nach Bedürfnis der Kinder umgestaltet werden können.


- Freinet - Freinet sieht das Lernen der Kinder als etwas Natürliches an. Kinder sind aktiv, sie wollen Dinge ausprobieren und experimentieren.

    Die Freinet Pädagogik zeichnet sich vor allem durch die Lebensnähe der Alltagsmaterialien aus. z.B. Wäscheklammern, Knöpfe, Töpfe, Schüsseln etc.

    Ein wichtiges Element für kleine Kinder ist das Transportieren von Gegenständen. Dafür gibt es in einem der Räume eine Wandspielbahn auf der die Kinder mit Kugeln, Autos und beweglichen Dingen spielen können. In einem der Räume wird auch ein gemütliches Sofa seinen Platz haben, auf dem die Kinder in Ruhe Bücher anschauen können


    Bei allen drei pädagogischen Ansätzen ist die Gestaltung der Umgebung für das Kind sehrwichtig. Das Kind soll nach seinem eigenen Entwicklungstempo und nach seinen Interessen sein Spiel wählen dürfen. Ein entwicklungsförderliches Miteinander und der Freiraum zum selbst tätig werden ist dabei sehr wichtig.

Bewegung, Kreativität und Musik

In unserem Kindernest stehen auch Spielen und Toben im Zentrum der täglichen Aktivitäten. Vielseitige und kontinuierliche Bewegungserfahrungen helfen den Kindern, ihren Körper und ihre Umwelt besser wahrzunehmen. Neben der Beschäftigung in den Räumen der Kindertagespflege schließt das natürlich auch das Spielen in unserem großen Garten und Ausflüge in die Natur ein. Das Wetter spielt dabei keine übergeordnete Rolle, denn mit geeigneter Kleidung kann auch Regen großen Spaß machen. Im Garten, im Wald oder auf dem Spielplatz gewinnen die Kinder beim Klettern, Rennen, Schaukeln oder Balancieren an Selbstvertrauen. Das fördert eine gesunde Entwicklung verschiedener motorischer Fähigkeiten.

Wir helfen Ihrem Kind dabei, überall etwas Besonderes zu entdecken und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In der Natur finden sich überall Materialien zum Basteln und Spielen. Das Wichtigste ist dabei, dass Ihr Kind stets Freude an den Aktivitäten empfindet. Es lernt aus dem Spaß heraus, durch kreative Spiele für alle Sinne, zu denen neben dem Basteln mit verschiedenen Materialien auch Experimente mit Farben oder das Kennenlernen von Musikinstrumenten zählen.

Überhaupt ist Musik ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Gemeinsam und wiederholt gesungene Lieder helfen dabei, den Wortschatz zu erweitern. Instrumenten durch Neugier und Ausprobieren Töne zu entlocken, sorgt immer für fröhliche Gesichter. Eine musikalische Erziehung fördert aber nicht nur die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes, auch das Rhythmusgefühl und die Merkfähigkeit werden entscheidend gestärkt.

Die Eingewöhnung als sanfter Start in den neuen Lebensabschnitt

Der Übergang für das Kind in die Tagespflege ist eine enorme Herausforderung und bedarf sehr viel Einfühlungsgabe. Ihr Kind lernt seine neue Umgebung und ihm noch fremde Personen kennen, zu der es eine Bindungsbeziehung aufbauen soll. Um diesen Übergang zu erleichtern und eventuellen Problemen vorzubeugen, gibt es die Eingewöhnungsphase. Sie als Eltern spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie geben Ihrem Kind die Sicherheit, die es braucht um auf andere Menschen zuzugehen und eine neue Bindung zuzulassen. Uns ist es sehr wichtig, jedem Kind sein eigenes Tempo zu geben, ganz behutsam und in kleinen Schritten vorzugehen.

Die Eingewöhnungszeit umfasst in der Regel einen Zeitraum von ca. 4 Wochen und wird je nach Kind individuell angepasst.


Folgender Ablauf ist geplant:


1. Ankommen und Kennenlernen

Die Eltern bleiben in den ersten Tagen dabei.

Keine Trennungen von den Eltern.

Kontaktaufnahme der Tagesmütter über das Spiel.


2. Trennungsschritte

Erster Trennungsversuch wenn eine Bindung zur Tagesmutter aufgebaut wurde.

Die Mutter bzw. der Vater bleiben in der Nähe.

Verabschiedungs- und Wiedersehensritual mit den Eltern.


3. Individuelles Eingewöhnen

Die Tagesmutter übernimmt die Versorgung, die Eltern bleiben erreichbar.

Die Trennungszeiträume werden individuell ausgedehnt

Eltern verlassen das Kindernest und sind telefonisch erreichbar.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine wichtige Basis ist das Vertrauen der Eltern in uns und die Einrichtung. Der Alltag im Kindernest soll für die Eltern transparent sein. Wir möchten wichtige Entwicklungsschritte, Zitate und Erlebnisse der Kinder für die Eltern festhalten. Daher sind regelmäßige Gespräche mit den Eltern für uns selbstverständlich. Weiter möchten wir gerne ein gemeinsames Sommerfest, gemeinsames Laterne laufen oder ähnliches zusammen mit den Eltern planen. 

Unser Tagesablauf

Ein strukturierter Ablauf hilft einer Gruppe von Kleinkindern, die in ihrem Verhalten noch sehr spontan und im Gefühlsleben weniger reguliert sind, durch den Tag zu begleiten. Die Struktur muss gleichzeitig flexibel sein und ausreichend Raum für die individuellen Rhythmen der Kinder bieten.


Hier unser geplanter Tagesablauf:


7:00 - 8:30 Uhr          Ankommen und Begrüßung

8:30 - 9:00 Uhr          Frühstück mit kurzem Morgenkreis

9:00 –11:15 Uhr        Spielen im Freien (im eigenen Garten oder Erkundungsgänge in                                        die nähere Umgebung                                   

11:15 – 11:30 Uhr     Sing- und Fingerspiele

11:30 – 12:00 Uhr     Mittagessen mit anschließendem Zähneputzen und Wickeln

12:00 – 14:00 Uhr     Mittagsruhe oder Entspannung

14:00 – 17:00 Uhr    Freispielzeit drinnen oder draußen

Ab 16:00                  Abholung (Abholzeiten nach Absprache)

Die Wickelzeiten passen wir dem individuellen Wickelrhythmus an, je nach Ankunftszeit der Kinder.

Die Bedeutung der Entwicklungsdokumentation

Für jedes Kind wird ein Portfolio angelegt. Darin wird in vielfältiger Weise die Entwicklung der Kinder festgehalten. Jedes Kind hat jederzeit Gelegenheit sein Portfolio zu betrachten. Das Portfolio als Entwicklungsbuch ist Grundlage für unsere Entwicklungsgespräche.